ALEXANDER GRAHAM BELL
fotobellAlexander Graham Bell wurde am 3.3.1847 in Edinburgh geboren. 1870 wanderte der gelernte Taubstummenlehrer nach Kanada aus und erhielt drei Jahre später eine Professur an der Universität von Boston. Dort widmete Bell seine Forschungen vor allem der Umwandlung von Schallschwingungen in elektrische Strom- oder Spannungsschwankungen, die bei der anschließenden Übertragung mit Hilfe elektrischer Leitungen wieder in Schallschwingungen zurückverwandelt werden können. Der von ihm entwickelte Apparat war das erste verwendbare Telefon. Zwar wurde sein 1876 patentiertes und 1877 in Großbritannien eingeführtes Gerät später von Thomas A. Edison durch den Einsatz eines Kohlemikrofons verbessert, stellt aber im Prinzip das noch heute verwendete Telefon dar. Aus der 1877 gegründeten Bell Telephone Company ging 1885 die American Telephone and Telegraph Company hervor, heute die größte private Telefongesellschaft der Welt. Alexander Graham Bell starb am 1.8.1922.

ROBERT BURNS
fotoburnsDer größte Dichtersohn Schottlands wurde am 25.1.1759 in Alloway, Ayrshire geboren und ist neben Sir Walter Scott der meistzitierte schottische Poet. Durch schottische Volkslieder und die Gedichte von Allan Ramsay und Robert Fergusson entdeckte Burns im Alter von sieben Jahren schon die Liebe zur Dichtkunst. Als 27-jähriger veröffentlichte er mit „Poems chiefly in the Scottish dialect“ seinen ersten Gedichtband. Zwei Jahre später heiratete er Jean Armour und arbeitete als Zöllner – eine angebotene Dozentenstelle in Edinburgh lehnte er ab. 1791 zog er nach Dumfries, wo in den letzten Lebensjahren die sechsbändige Liedsammlung „The Scots Musical Museum“ und seine herrlichen „Melodies of Scotland“ entstanden. Robert Burns starb im Alter von nur 37 Jahren am 21.7.1796 an einer Herzklappenentzündung.

SEAN CONNERY
fotoconnerySean Connery erblickte am 25.8.1930 in Fountainbridge, einem Vorort von Edinburgh das Licht der Welt. Schon mit sieben Jahren verdiente er sein erstes Geld als Milchjunge. Bereits mit 13 Jahren verließ er die Schule, um sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser zu halten, bis er mit 17 in die Marine eintrat. Aus gesundheitlichen Gründen wurde er aber ausgemustert und versuchte sich danach als Setzer, Strandwächter und spielte eine Zeitlang mit dem Gedanken, Profifußballer zu werden. Während eines Urlaubs in London schloß er sich einer Wanderbühne an, wo man ihn zum eigenen Erstaunen für ein Musical engagierte. Seitdem ließ ihn das Showgeschäft nicht mehr los. Nach Schauspielunterricht und ersten Engagements kam 1961 der große Durchbruch mit der Hauptrolle des Geheimagenten James Bond. Alle Spionagestreifen vom ersten 007-Film „Dr. No“ im Jahr 1962 bis zu „Never Say Never Again“ 1984 wurden absolute Kassenschlager. Danaben hatte Sean Connery bereits in anderen Erfolgsstreifen wie „The Longest Day“, „Marnie“ und „Mord im Orient Express“ mitgewirkt. Die Darstellung eines Polizisten in dem Gangsterfilm „The Untouchables“ von 1986 brachte ihm den begehrten Oscar. Weitere Filme von Connery: „Der Name der Rose“, „Family Business“, „Das Russland Haus“, „The Rock“, „Jagd auf Roter Oktober“ uvm. Heute lebt der Schotte in Spanien.

ARTHUR CONAN DOYLE
fotodoyleDer Arzt und Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle kam am 22.5.1859 in Edinburgh zur Welt. Als Medizinstudent lernte er in den Vorlesungen des Psychiaters Joseph Bell die erstaunliche Fähigkeit, durch genaues Studieren auch scheinbar unbedeutender Fakten nicht nur exakte Diagnosen zu erstellen, sondern auch logische Schlussfolgerungen über Lebensweise und Charakter der Menschen zu ziehen. Diese Methode übertrug er auf den findigen Helden seiner vielgelesenen Kriminalromane, den Meisterdetektiv Sherlock Holmes, der erstmals 1887 in der Kurzgeschichte „A Study in Scarlet“ auftauchte. Arthur Conan Doyle ließ sich 1882 im englischen Southsea als praktischer Arzt nieder. Das erzählerische Talent kommt auch in seinen Romanen „Micah Clarke“, „The White Comany“, „The Sign of Four“ und „Sir Nigel“ zum Ausdruck. Doyle starb am 7.7.1930.

ALEXANDER FLEMING
fotoflemingDer am 6.8.1881 in Loudoun, Ayrshire geborene Bakteriologe Alexander Fleming machte im Jahr 1928 eine merkwürdige Entdeckung: Um eine Kultur bestimmter Sporenpilze war eine bakterienfreie Zone entstanden. Damit hatte Fleming das Penicillin gefunden, der wichtigste Fortschritt bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Erst elf Jahre später konnte mit der Produktion begonnen werden. 1945 erhielt er für seine bahnbrechende Entdeckung den Nobelpreis für Medizin.

JOHN KNOX
fotoknoxDas Geburtsdatum des schottischen Priesters John Knox ist nicht bekannt, man geht aber vom Jahr 1513 aus. Der Unruhestifter, der mit streng puritanischen Grundsätzen seit 1546 für die Reformation in Schottland eintrat, kam 1547 in französische Gefangenschaft, weil er sich maßgeblich am Aufstand gegen Kardinal David Beaton beteiligte. Beaton war der Ankläger, der den Lehrer von John Knox, George Wishart, als Ketzer verbrennen ließ. Nach seiner Entlassung 19 Monate später, wirkte Knox in Berwick, Newcastle und London bei Edward VI., musste aber 1554 nach dem Regierungsantritt von  Maria I., der Katholischen, aus England in die Schweiz fliehen. Dort befasste er sich begeistert mit den Lehren Calvins, bevor er 1559 nach Schottland zurückkehrte. In den Jahren 1559 bis 1564 entstand die stark autobiografische „History of the Reformation of Scotland“. Der Reformator John Knox starb am 24.11.1572.

DAVID LIVINGSTONE
fotolivingstoneDer große Afrikaforscher David Livingstone wurde am 19.3.1813 in Low Blantyre, Lanarkshire am River Clyde geboren. Ursprünglich wollte er Missionar in China werden, ging aber 1841 als Missionar nach Südafrika. In seinem missionarischen Eifer und Forschungsdrang wagte er sich schon in seinen ersten Jahren in Afrika soweit, wie noch kein Weißer zuvor, in unbekanntes Land. Bei seinen Expeditionen durchquerte er als erster Europäer den afrikanischen Kontinent vom Atlantik im Westen bis zum Indischen Ozean im Osten. Dabei entdeckte er die gewaltigen Fälle des Sambesi, die er seiner Königin zu Ehren, Victoria Falls nannte. Als er auf einer seiner nächsten Expeditionen die Quellen des Nils suchen wollte, erkrankte Livingstone, seine Begleiter waren zerstritten und die Vorräte gingen zu Ende. In England hielt man ihn für verschollen. Der Korrespondent des „New York Herald“ Henry Morton Stanley, machte sich auf die Suche und fand ihn schließlich. Gemeinsam forschten sie weiter, doch wollte Livingstone Stanley nicht zurück nach Großbritannien folgen. Er starb in Sambia (damals Chitambo) am 1.5.1873.

ROBERT, THE BRUCE
fotobruceRobert I., the Bruce, wurde am 11.7.1274 auf Turnberry Castle geboren und gilt als Schottlands Nationalheld, der die Unabhängigkeit des schottischen Königreiches begründete, indem er die Engländer am 24. Juni 1314 in der Schlacht von Bannockburn besiegt hatte. Sein Großvater, Robert VI., beanspruchte den schottischen Thron für sich, doch der englische König Eduard I. machte 1290 John de Balliol zum Herrscher, um das Land weiterhin zu kontrollieren. 1297 verbündete sich Robert, the Bruce mit Sir William Wallace, um die Feinde Schottlands zu vertreiben, der Aufstand aber wurde niedergeschlagen. Am 10. Februar 1306 ermordeten Bruce und seine Gefolgsleute den Neffen Balliols und möglichen Rivalen um die Thronfolge. Im März darauf wurde Bruce in Scone Palace bei Perth zum schottischen König gekrönt. Am 7.6.1329 starb Robert I., the Bruce auf seinem Landsitz in Cardoness.

WALTER SCOTT
fotoscottSchottlands bedeutendster Romanschriftsteller wurde am 15.8.1771 als jüngstes von 13 Kindern in Edinburgh geboren. Scott schlug, wie sein Vater, die Laufbahn des Rechtsanwalts ein, wurde später Sheriff der Grafschaft Selkirk und schließlich Richter in seiner Heimatstadt. Schon während seines Studiums befaßte er sich mit deutscher Literatur, übersetzte Bürgers „Leonore“ und Goethes „Götz von Berlichingen“. Als junger Advokat gab er mit den „Minstrelsy of the Scottish Border“ eine Sammlung alter englisch-schottischer Grenzballaden heraus. Es folgte eine Reihe epischer Versromanzen, darunter „The Lay of the Last Minstrel“, „Marmion“, „The Lady of the Lake“ und „The Bridal of Trierman“. Es folgten 27 Romane, die „Waverley Novels“. Zu seinen weiteren Werken zählen: „Rob Roy“, „The Heart of Midlothian“, „A Legend of Montrose“, „The Bride of Lammermoor“, „Chronicles of the Canongate“, „The Fair Maid of Perth“ und „Quentin Durward“. 1820 wurde Walter Scott in den Adelsstand erhoben. Durch den Bankrott seines Verlegers geriet er in finanzielle Not und arbeitete, um für seine Schulden aufzukommen, unermüdlich bis zum körperlichen Zusammenbruch, von dem er sich nicht mehr erholte. Als Folge eines Schlaganfalls starb er am 21.9.1832.

ROBERT LOUIS STEVENSON
fotostevensonRobert Louis Stevenson wurde am 13.11.1850 in Edinburgh geboren. Schon früh wandte er sich der Schriftstellerei zu. Nach seinem Jurastudium 1875 reiste er durch Europa, lernte dabei seine spätere Frau Fanny Osbourne kennen, musste aber wenige Monate später wegen seiner angeschlagenen Gesundheit wieder nach Schottland zurückkehren, wo 1883 in Braemar sein wohl berühmtestes Buch „Treasure Island“ entstand. Sein Lungenleiden verlangte erneute Ortswechsel, es folgten Aufenthalte in der Schweiz, Südfrankreich und England. Während dieser Zeit erschienen mehrere seiner erfolgreichen Romane, darunter „Die Schatzinsel“. 1887 verfasste er seinen letzten Roman. Noch im Fieberwahn schrieb er „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“. Robert Louis Stevenson starb am 3.12.1894 im Alter von nur 44 Jahren an einem unheilbaren Tuberkuloseleiden.

CHARLES EDWARD STUART
fotobonnieprinceEigentlich ist Charles Edward Stuart, auch als Bonnie Prince Charlie bekannt, gar kein gebürtiger Schotte. Er kam am 31.12.1720 in Rom zur Welt. Doch war er schottlischen Ursprungs und hat natürlich auch maßgeblich zur schottischen Geschichte beigetragen, weswegen wir ihn hier auch aufführen wollen. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er überwiegend in Italien und Frankreich, bevor er 1745 nach Schottland aufbrach, um den englischen Thron zurück zu erobern. Sein Vater James Francis Edward Stuart lebte nämlich in Italien im Exil, war aber der Thronprätendent. In Schottland gelandet erprobte er den zweiten Jakobiteraufstand, hatte jedoch gegen die Armee keine Chance und wurde in der Schlacht von Culloden vernichtend geschlagen. Bonnie Prince Charlie entkam jedoch und lebte bis zu seinem Tod am 31.1.1788 in Frankreich und Italien.

MARIA STUART
fotostuartMaria Stuart, auch Mary, Queen of Scots genannt, kam am 8.12.1542 als Tochter des schottischen Königs James V. und dessen französischer Ehefrau Maria von Guise zur Welt. Eine Woche nach ihrer Geburt starb ihr Vater, und Maria wurde mit neun Monaten auf Stirling Castle zur Königin von Schottland gekrönt. Mit 16 Jahren heiratete sie Franz II. von Frankreich, der aber zwei Jahre später starb. 1561 kehrte sie nach Schottland zurück. Dort sah die englische Königin und Marias Cousine Elisabeth I., Maria als schärfste Rivalin auf den englischen Thron. Weitere Schwierigkeiten erwuchsen aus der Heirat mit ihrem Vetter Henry Stuart. Diesen versuchte sie nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes James, los zu werden, und fand in dem Oberbefehlshaber ihrer Truppen, James Hepburn, einen Verbündeten. Nach dem gewaltsamen Tod ihres Ehemannes heiratete Maria Stuart nur drei Monate später den Hauptverdächtigen an der Tat, Bothwell, und wurde damit völlig untragbar für den schottischen Adel. Nur drei Wochen waren den Jungvermählten auf Schloß Dunbar beschieden, dann trennte man das Paar und zwang Maria zur Abdankung. Maria wurde auf eine unzugänglichen Inselfestung im Loch Leven verbannt, konnte aber 1569 nach England fliehen, wo man sie abermals festnahm. 18 Jahre lang verbrachte Maria Stuart im Gefängnis. 1586 deckte man einen Attentatsplan gegen Elisabeth auf und klagte Maria daraufhin wegen Hochverrats an. Am 8.2.1587 wurde die zum Tode verurteilte Maria Stuart auf Fotheringay Castle in Mittelengland enthauptet.

JAMES WATT
fotowattDer Erfinder James Watt erblickte am 19.1.1736 in Greenock am Firth of Clyde, das Licht der Welt. Er erlernte das Feinmechanikerhandwerk und begann, sich ab 1759 der Entwicklung einer Dampfmaschine zu widmen. 1769 erhielt er das Patent für die erste direktwirkende Niederdruck-Dampfmaschine mit einem vom Zylinder getrennten Kondensator. Zusammen mit Matthew Boulton gründete Watt in Soho bei Birmingham die Dampfmaschinenfabrik Boulton & Watt. Durch die Produktion der Dampfmaschinen ab dem Jahr 1775 wurde die industrielle Revolution enorm vorangetrieben. James Watt starb am 19.8.1819.