Ben

Als Ben wird in Schottland ein Berg bezeichnet. Der höchste Berg heißt Ben Nevis und ist 1344 Meter hoch.

Clan

Die Clans waren ursprünglich keltische Stammesverbände, deren Angehörige sich nach ihrem Stammesvater nannten und diesem Namen die Bezeichnung „Mac“ oder „Mc“ (gälisch „Sohn“) voranstellten. An der Spitze der Clans stand immer ein Stammesführer, der Clanchief, darunter standen die Clansmen. Das Land befand sich im Gemeinbesitz des Clans. 1707 wurde das Clansystem mit der Vereinigung Schottlands mit England offiziell aufgelöst, hielt sich aber noch jahrzehntelang, bis nach der Niederlage Bonnie Prince Charles bei Culloden im Jahr 1746 das Clansystem rigoros unterdrückt wurde. Schottische Clans sind unter anderem MacLeod, Macdonald, Mackenzie, Macdonnell und Campbell.

Dudelsack

Die Rolle des Dudelsacks als Träger der nationalen Musik ist unumstritten. Er ist auf jeder großen, öffentlichen Veranstaltung dabei. Bei großen Dudelsäcken wird über ein Mundrohr Luft in den Sack geblasen und dadurch ein ständiger Ton erzeugt. Die Melodie wird, wie bei einer Flöte, durch das Öffnen und Schließen von Löchern erzeugt. Dudelsackmusik ist nicht für jedermann schön anzuhören. Auf Dauer kann der monotone Unterton ziemlich auf die Nerven gehen – Geschmackssache eben.

Firth

Als Firth werden in Schottland die Fjorde bezeichnet.

Gälisch

Eine leider aussterbende Sprache, die heute nur noch von etwa 70.000, überwiegend älteren Bürgern Schottlands gesprochen wird. In gewissen Gegenden der Highlands und vor allem auf der Isle of Skye findet man immer noch Verkehrszeichen und Ortsschilder mit der gälischen Bezeichnung.

Glen

Als Glen wird in Schottland ein Tal bezeichnet. Das berühmteste ist Glen Coe.

Golf

Golf soll in Schottland entstanden sein. Auch wenn die Holländer die Erfindung des Sports für sich beanspruchen, soll vor Jahrhunderten ein Schäfer mit seinem Stock nach runden Steinen (manche sagen auch, es seinen Schafköttel gewesen) geschlagen haben. Einen davon platzierte er direkt in einem Kaninchenloch. Als er zu seiner Herde murmelte: „Ob ich das wohl noch einmal schaffe?“, wußte er noch nicht, welche Leidenschaft er entfesselt hatte. In ganz Schottland gibt es über 400 Golfplätze.

Haggis

Das Nationalgericht der Schotten ist nur etwas für Liebhaber. Dabei handelt es sich um einen Schafsmagen, der mit den durchgedrehten Innereien vom Schaf, Lamm- und Nierenhack, Schafsnierenfett, Zwiebeln, Gewürzen und Hafermehl gefüllt ist. Serviert wird Haggis traditionell mit Chappit Tatties (Kartoffelbrei) und Bashed Neeps (Rübenbrei).

Highland Cattle

So bezeichnet man die Hochland Rinder, die, ebenso wie die Schafe, das ganze Jahr auf den Weiden zu finden sind. Aber Vorsicht: Manchmal besuchen die Rinder auch die Autofahrer auf den engen Straßen. Dann ist Geduld angesagt, denn durch Hupen lassen sich die Tiere nicht vertreiben.

Highland Games

Die sogenannten Hochland Spiele werden traditionell mit Dudelsackmusik, Tanzgruppen und bärenstarken Athleten ausgetragen. Die Highland Games sind ein Erlebnis für sich. Alle Teilnehmer treten in ihren Kilts zu den Spielen an. Mit dabei unter anderem das Hammerwerfen, Kugelstoßen, Tauziehen und das Baumstammwerfen. Im Frühjahr und Sommer finden unzählige Veranstaltungen, über die ganzen Highlands verteilt, statt.

Kilt

Der Kilt ist eine recht neue Erfindung aus dem 18. Jahrhundert. Früher trug der Highlander ein kariertes Plaid, ein Wolltuch, das um den Körper gewickelt wurde. Um 1730 kam ein Engländer auf die Idee, dieses Kleidungsstück zu teilen. Die untere Hälfte mit festgenähten Falten wurde der Kilt.

Lachs

Auf Schottlands Speisekarten steht der Lachs an oberster Stelle. Gibt es doch an der Ostküste die sogeannten Lachs-Flüsse Spey, Dee, Tay, Tweed und Conon. Wer also mal in Schottland weilt, sollte unbedingt den frischen Lachs probieren. Besonders gut schmeckt er während der Fischwochen, die von den Städten veranstaltet werden.

Loch

Als Loch wird in Schottland ein See bezeichnet. Die bekanntesten sind Loch Ness und Loch Lomond.

Midges

Kleine, furchtbar lästige Stechmücken, die einem in den Sommermonaten das Leben zur Hölle machen können. Man ist versucht zu sagen, sie seien noch schlimmer, als unsere heimischen Schnaken.

Oatcakes

Oatcakes sind Haferplätzchen und sind als Zwischendurch-Snack fast überall zu bekommen. Die Plätzen sind Geschmackssache, da sie ziemlich hart und trocken sind und eigentlich nach nichts schmecken.

Porridge

Als Porridge bezeichnet der Schotte einen Haferbrei, der als „Arbeiteressen“ bekannt wurde, da er viel Energie spendete und günstig war.

Pub

Ein richtiges schottisches Pub ist mit den Kneipen in Deutschland nicht zu vergleichen. Urig, verraucht, mit dem Duft nach Whisky und Guinness ist es ein besonderes Erlebnis bei einem Schottland-Aufenthalt auch ein Pub zu besuchen. Was uns besonders aufgefallen ist: Man wird als Fremder in einer noch so kleinen Stadt nicht schief angeschaut, wenn man ein Pub betritt, ganz im Gegensatz zu Deutschland. Achtung: In Schottland gibt es die Sperrstunde, nach der kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden darf.

Schafe

Kein Schottlandurlaub ohne Schafe. Sogar im Winter stehen die Tiere auf den Weiden. Man findet sie übrigens auch direkt auf den Straßen, deswegen bitte vorsichtig fahren.

Shortbread

Ein Buttergebäck, das heutzutage auf der ganzen Welt erhältlich ist. Das Gebäck wird von den Schotten überwiegend zum Tee gegessen. Aber auch für Zwischendurch ist es ein echter Leckerbissen.

Single Track Road

Dies sind einspurige Straßen mit kleinen Ausbuchtungen in gewissen Abständen (Passing Places), um dem Gegenverkehr die Vorfahrt zu gewähren. Single Track Roads findet man vor allem in den weniger besiedelten Gegenden der Highlands.

St. Andrews Cross

Der Schutzpatron der Schotten ist St. Andrew, ein Bruder des heiligen Petrus. Seit dem 14. Jahrhundert führten schottische Heere ein weißes Andreaskreuz auf dunklem Grund, Blau setzte sich erst im 17. Jahrhundert durch.

Tartan

Die Tartans, zu deutsch, Schottenmuster, waren ursprünglich die Wollstoffe der Highlander. Die Karomuster und Farben signalisieren die Familienzugehörigkeit, sozusagen ein Familienwappen. Jeder Clan hatte eigene Muster, einen Hunting Tartan für den Tag und einen Dress Tartan für den Abend. Wer keinem Clan angehörte trug den Tartan seines Districts

Tweed

Tweed heißt der Stoff, aus dem der Kilt gemacht wird. Besonders bekannt ist der Harris-Tweed, der von den äußeren Hebriden stammt. Der Name verrät es schon, er kommt von der Isle of Harris. Noch heute ist der Harris-Tweed der einzige Importstoff der Insel.

Whisky

Das Nationalgetränk der Schotten. Über Whisky zu philosophieren, würde hier zu weit führen. Vielleicht so viel: Man kann nicht sagen, welcher Whisky der Beste ist und wie man ihn trinken soll. Am besten selbst ausprobieren. Übrigens: Der Unterschied zum irischen oder amerikanischen Whiskey ist nicht nur der Geschmack, sondern das „e“ in der Schreibweise.