Mit der King Seaways ging es von Amsterdam nach Newcastle. – Foto: Holger Schossig

Im August 2017 war es nach fast zehn Jahren endlich mal wieder soweit: Mein nächster und damit neunter Schottlandurlaub stand an. Dieses Mal wollte ich nicht mit dem Flieger rüber, sondern mit der Fähre. Bei meiner vierwöchigen Reise 1998 ging es bereits per Schiff nach Schottland, damals von Rotterdam nach Hull. Heuer sollte es die Fährverbindung von Amsterdam nach Newcastle upon Tyne sein, die von der dänischen Fährgesellschaft DFDS angeboten wird. Diese Strecke war schon allein deshalb interessant, weil man von Newcastle nur noch einen Katzensprung von der englisch-schottischen Grenze entfernt ist. Am 28. Juli 2017 ging es los.

Ausgeschlafen auf große Fahrt

Das Wetter war recht gut in Amsterdam, sodass ich eine ruhige Überfahrt erwartete. Leider zog es gegen Abend zu und es kam Wind auf – die Überfahrt wurde also etwas wackelig. Mir war das egal, mein Partner holte sich eine Tablette gegen Seekrankheit.

Das Schiff selbst ist zwar nicht mehr das modernste, aber das erwartet man auf einer Überfahrt ja auch nicht. Die Kabinen waren klein und zweckmäßig, für eine Nacht vollkommen ausreichend. Sauber war es auch – was will man mehr? Probleme gab es beim Geldabheben. Dies ist nur über ein Kartenterminal an der Info möglich. Dieses Gerät war aber zu diesem Zeitpunkt defekt, sodass wir kein Geld abheben konnten. Hier könnte man zukünftig vielleicht ein weiteres zur Verfügung stellen oder gleich einen Geldautomaten aufstellen. War aber nicht schlimm, wir konnten im Shop und im Restaurant mit Karte bezahlen.

Dass es an Bord nicht billig ist, das dürfte jedem klar sein. Das Essen hat auch seinen stattlichen Preis, daher sollte man sich vorher überlegen, ob man wirklich an Bord etwas zu Essen kaufen möchte oder lieber ein paar Sandwiches mitnimmt. Da mein Partner lieber nichts aß, aufgrund seiner Übelkeit, machte ich mich über Fish und Chips her, die dann gleich mal 16 Euro gekostet hatten. Auch musste ich darauf rund 20 Minuten warten – könnte schneller gehen. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Alles in allem war die Überfahrt mit der King Seaways von DFDS toll und ich würde es jederzeit wieder so machen. Der Vorteil ist eindeutig, dass man ausgeruht am Urlaubsziel ankommt, sein Gepäck nicht rumschleppen muss, einfach ins Auto steigt und nach einer Passkontrolle bereits losfahren kann. Schottland, wir kommen wieder!