HIGHLANDS
Fort William, Inverness, Wick, Thurso, Ullapool, Isle of Skye

Hier sind wir nun also im Herzen von Schottland angelangt, in den Highlands. Dieses Gebiet ist so groß und vor allem so unerschöpflich an Sehenswürdigkeiten, dass man sich hierfür wirklich Zeit lassen sollte. Vermutlich sieht man hier, egal wie lang man Urlaub macht, niemals alles. Und wenn doch, dann will man es immer und immer wieder sehen. Also, lasst uns beginnen:

Die Highlands beginnen südlich von Fort William, am berühmt-berüchtigten Glen Coe. Leider gelangte das Tal der Tränen zu trauriger Berühmtheit. Und auch heute noch ist etwas davon zu spüren, wie wir finden. Glen Coe ist ein Muss. Und man kommt, wenn man nordwärts fährt, auch unweigerlich daran vorbei.

Etwas weiter nördlich findet sich die sehr reizvolle und charmante Stadt Fort William wieder. Hier für längere Zeit Urlaub zu machen, lohnt sich, denn es wird nicht langweilig. Fort William selbst liegt direkt am Loch Linnhe. Es hat eine sehenswerte Fussgängerzone und viele schöne kleine Shops, die zum Bummeln einladen.
Von hier aus ist es nicht weit zum Ben Nevis. Wer mag, kann natürlich hinaufwandern, wer etwas fauler ist, fährt mit der Seilbahn hoch. Ein unberührtes Fleckchen Erde, direkt vor der Haustüre von Fort William ist der Glen Nevis. Die Straße dorthin biegt vom Kreisverkehr vor dem Lochaber Leisure Center ab, führt etwa zehn Kilometer in den Glen hinein und endet auf einem Parkplatz. Von hier aus lassen sich viele Wanderungen beginnen, aber auch ein Abstecher zum Fluß Nevis ist sehenswert und Balsam für die Seele. Denn hier kann man es aushalten! Solche Orte entdeckt man irgendwie immer durch Zufall!

Von Fort William aus in Richtung Osten geht es nach Mallaig. Diese Strecke soll die schönste Bahnstrecke in ganz Europa sein. Wir sind zwar nach Mallaig mit dem Auto gefahren, können uns das mit der schönsten Bahnstrecke aber bildlich vorstellen. Südlich von Mallaig ist Ardnamurchan Lighthouse zu finden, der westlichste Punkt in Schottland, die Inseln nicht mitgerechnet.

Nördlich von Fort William, dem Caledonian Canal folgend, kommt man in eine weitere, sehr gemütliche Ortschaft, Fort Augustus. Und hier beginnt auch das längste und gleichzeitig tiefste, das bekannteste und berüchtigste Loch Schottlands, Loch Ness. In Drumnadrochit findet man ein sehr schönes und recht neues Touristenzentrum mit der Möglichkeit eine Tour zu „Nessie“ zu unternehmen. Einen Besuch im Urquhart Castle sollte man sich auch nicht entgehen lassen.

Am Loch Ness entlang weiter in den Norden, gelangt man nach Inverness. Die Stadt ist, unserer Meinung nach, nicht besonders hübsch, hat aber einen sehr netten Stadtkern. Wer Loch Ness besucht, aber nicht gerade auf der westlichen Touriststrecke fahren möchte, dem sei die östliche Route zu empfehlen.
Weiter an der Ostküste gelangt man durch sehenswerte Ortschaften wie Dingwall, Dornoch und Wick. Ein Abstecher zum nördlichsten Haus, nach John O´Groats, sollte drin sein. Die nördlichsten Städte Thurso, Tongue und auch Durness sind ebenfalls einen Besuch wert.

Wen es lieber Richtung Westen zieht, der sollte bei Invergarry der Beschilderung Richtung Kyle of Lochalsh folgen. Atemberaubende Landschaften, durchzogen von Gebirgszügen, Glens und Lochs, vorbei am weltbekannten Eilean Donan Castle, direkt an den Küstenort, der der Eingang zur Isle of Skye ist – das alles wartet auf dieser sehr hübschen Strecke auf den Besucher.

Seit es die Skye Bridge gibt, ist es überhaupt kein Problem mehr, die Insel zu besuchen. Vorher war das Ganze noch mit Wartezeiten an den Fähranlegestellen verbunden. Die Isle of Skye an einem Tag zu erkunden ist unmöglich, auch wenn die Nebelinsel, wie sie genannt wird, nicht allzugroß erscheint. Wir waren eine Woche lang auf Skye und haben bei Weitem noch nicht alles gesehen. Hier jede Sehenswürdigkeit aufzuzählen würde auch zu weit führen, deswegen nur ein paar Highlights: Quiraing, Kilt Rock Waterfall, Dunvegan, Portree, the Cuillins.

Von Kyle of Lochalsh aus beginnt wohl die romantischste Strecke in ganz Schottland, der West Coast Trail, der durch wunderschöne Ortschaften wie Plockton, Lochcarron, Shieldaig, Gairloch, Poolewe, Ullapool, Lochinver und Scourie führt. Grandios diese Strecke abzufahren, aber bitte nicht an einem Tag, die Strecke hat es in sich.

Ansonsten ist es auch abwechslungsreich, die Highlands nicht von Süden nach Norden (oder umgekehrt), sondern auch von Osten nach Westen (oder umgekehrt) zu erkunden. Denn auch hier findet der Schottland-Liebhaber immer neue Orte, Landstriche und atemberaubende Aussichten, die er nicht missen möchte.

Sehenswerte Orte

  • Glen Coe, das Tal der Tränen
  • Fort William, die heimliche Hauptstadt der Highlands
  • Ben Nevis, der größte Berg Schottlands inkl. Glen Nevis, das wohl schönste Tal
  • Loch Ness mit Nessie und dem Urquhart Castle
  • Inverness, die Hauptstadt der Highlands
  • Ullapool, hier gibt es sehr guten Lachs
  • Rubha Reidh Lighthouse, unser Geheimtipp
  • Isle of Skye, die Nebel-Insel
  • Eilean Donan Castle, das wohl berühmteste Castle Schottlands
  • Glenfinnan Monument inkl. Glenfinnan Distillery

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